«Photovoltaik wird die wichtigste Stromquelle der Zukunft. Wir setzen schon lange darauf.»

David Galeuchet, SolarMarkt GmbH, Aarau

«Sonnenernergie steht uns seit einer Ewigkeit kostenlos zur und unerschöpflich Verfügung, sie zu nutzen zeugt von der Intelligenz der Menschheit»

Edi Schibli, kabeltechnik swiss ag, Schinznach-Dorf

Bluewin, 25. Februar 2015

Bertrand Piccard: Es ist möglich, mit erneuerbaren Energien Grosses zu schaffen

Bluewin, 25. Februar 2015
 
Bertrand Piccard und André Borschberg glauben an das Unmögliche. Ihre Mission: Als Erste im Solarflugzeug rund um die Welt. Vor ihrem Start im März sprachen die beiden Pioniere mit Bluewin über das Abenteuer Solar Impulse, das sie, wenn es klappt, zu Legenden machen wird.


Bluewin: Bertrand Piccard, André Borschberg, bald starten Sie die Weltumrundung mit Ihrem Solarflugzeug. Sind Sie nervös?
André Borschberg: Nervös, nein. Wir freuen uns, dass es endlich losgeht. Wir haben viel getestet und trainiert. Vor drei Jahren schafften wir es, mit unserem ersten Solarflugzeug das Mittelmeer zu überqueren. Jetzt sind wir in der Lage, mehrere Tage und Nächte am Stück in der Luft zu bleiben.
Bertrand Piccard: Das ist ein riesiger Schritt. Nun kann niemand mehr sagen, dass es nicht möglich ist, mit erneuerbaren Energien Grosses zu schaffen.

Trotzdem zögern Wirtschaft und Politik, ihre Energiestrategien wirklich zu verändern. Warum?
Bertrand Piccard: Solange es erlaubt ist, die alten Technologien zu nutzen, wird sich die Wirtschaft nicht bewegen. Anstatt Neues zu wagen, bleibt sie lieber bei dem, was sie kennt. Dabei könnten wir schon heute die Hälfte der Energie sparen, wenn wir die alten mit den bereits existierenden neuen Technologien ersetzen würden. Darum ist es notwendig, dass die Politik klare Vorgaben macht. Sonst passiert nichts.

Die Schweiz hat diesbezüglich erste Schritte unternommen. Wie beurteilen Sie die Energiestrategie 2050?
Bertrand Piccard
: Das Parlament hat den richtigen Weg eingeschlagen. Was noch fehlt, ist, dass alle Gruppen wirklich zusammen arbeiten. Die SVP und FDP möchten eine sichere und profitable Energiewirtschaft. Die Linken wollen mehr erneuerbare Energien und die Grünen sorgen sich um den Landschaftsschutz. Und jede Gruppe hat Recht. Doch sie müssen aufhören, sich zu bekämpfen. Sonst bleibt der dringend nötige Fortschritt aus.

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